Work-Work-Life Balance: Das Dilemma von zwei Jobs und Freizeit

Fotografieren wirkt nach außen wie ein schönes und entspanntes Hobby. Eine halbe Stunde shooten, Bilder aussuchen & fertig – schön wär’s.

Die Fotografie und alles, was dazu gehört sind meine Leidenschaft, aber dennoch mit unglaublich viel Arbeit verbunden. Neben dem Organisieren und Shooten, nimmt natürlich die Bildbearbeitung viel Zeit in Anspruch. Ich lege großen Wert darauf, aus den Hunderten von Fotos die Schönsten herauszusuchen und sie auf natürliche Weise zu bearbeiten.

Das nimmt aber, entgegen den Erwartungen, nicht die meiste Zeit ein. Den Großteil der Zeit widme ich den Marketingmaßnahmen. Projektplanungen, Weiterbildungen & der Image-Aufbau nehmen neben meinem Vollzeitjob als Jr. Social Media Managerin die meiste Zeit ein.

Natürlich kann ich durch meinen Hauptjob in einer Werbeagentur häufig nicht so viel Aufmerksamkeit auf die Fotografie richten, wie ich das möchte. Beide Jobs sind für mich aber erfüllend und machen unglaublich viel Spaß & ich bin sehr dankbar, gleich zwei Berufe zu haben, von denen ich das behaupten kann.

Trotzdem wird dadurch ein Dilemma hervorgerufen, welches schwer zu bewältigen ist. Neben der 40 Stunden Woche als Jr. Social Media Managerin, könnte ich zusätzlich 40 Stunden als Fotografin arbeiten und nochmal 40 Stunden mit Freunden, meiner Familie, Sport und Entspannung verbringen. Da gilt es eine Work-Work-Life Balance in sein Leben zu etablieren und sich so zu organisieren, dass nichts zu kurz kommt.

Es hat lange gedauert & es ist für mich immer noch ein Prozess, Arbeit und Freizeit in Einklang zu bringen. Aber da es bestimmt viele von euch gibt, denen es genauso geht, möchte ich einmal ein paar Tipps und Tricks mit euch teilen, die mir sehr geholfen haben.

Tipps und Tricks:
  • Regelmäßige Überstunden vermeiden
  • Den Alltag routinierten und strukturieren
  • Achtet auf ausreichend Bewegung
  • Nehmt euch Auszeiten
  • Lernen Nein zu sagen

Work-Life Balance bedeutet für viele Menschen, Freizeit und Beruf strikt voneinander zu trennen. Mit schöner und bewusster Freizeit sollen die Strapazen der Arbeit neutralisiert werden, um das Leben in Balance zu halten.

Aber genau dieses Denkmodell führt zu Frustration. Denn wenn wir die nervige Arbeit nur mit mehr Freizeitaktivitäten ausgleichen können, wird lediglich das Symptom behandelt und nicht die Ursache. Ziel ist es daher, die Arbeit nicht als „Gift“ zu betrachten, was durch die Freizeit neutralisiert werden muss. Die Arbeit sollte als Teil des Lebens gesehen werden, der ebenso für Zufriedenheit und Selbstverwirklichung stehen kann, wie die Freizeit es tut. Work-Work-Life Balance bedeutet daher für mich, Spaß an der Arbeit ebenso wertzuschätzen, wie den Spaß an der Freizeit und eine Balance zu schaffen, um Stressfaktoren zu eliminieren.